Frau und Mann betreiben Lauftraining in der Stadt
Ausdauertraining

Diese 5 Fehler sollten Laufanfänger unbedingt vermeiden!

Fehler Nr. 1 – Regelmäßiges Lauftraining mit unpassenden Schuhen betreiben!

Der in meinen Augen schlimmste Fehler (auf längere Sicht betrachtet) den Anfänger machen können, ist mit unpassenden Schuhen das Lauftraining zu absolvieren. Man geht in den Laden, kauft sich ohne Beratung die coolsten Schuhe und geht ab sofort in diesen Laufen. Was als Kind mit 30 bis 40 kg Körpergewicht kein Problem war, kann bei einem Erwachsenen schnell zu enormen Gelenks- bzw. Sehnenproblemen führen.

==> Daher lasst euch von einem Fachhändler unbedingt beraten. Kauft die Schuhe nach der Passform, nicht nach dem Aussehen.

Das große Laufschuhbuch: Alles, was man über Laufschuhe wissen muss
  • Matthias Marquardt, Carola Felchner
  • Herausgeber: spomedis
  • Auflage Nr. 1 (01.04.2014)
  • Taschenbuch: 200 Seiten

Fehler Nr. 2 – Zu schnell Laufen

Viele Laufanfänger neigen dazu das Lauftempo, welches sie noch aus der Schulzeit kennen, bei ihren ersten Laufversuchen nach X Jahren wieder aufnehmen zu wollen. Dabei vergessen viele, dass man in der Schule selten wirklich lang gelaufen ist. In aller Regel, waren es 1 km bzw. ein 12 Minuten Test. Mehr hat man als Schüler kaum gemacht. Ein Erwachsener, der sich auf Grund eines leichten Übergewichts dazu entschließt mit dem Lauftraining zu beginnen, sollte aber eher 30 Minuten und mehr trainieren.

==> Daher zügelt eure Motivation, lauft so langsam wie möglich los. Steigern kann man sich mit der Zeit immer noch. Ideal läuft man mit einem Partner und redet die ganze Zeit. Solange die Unterhaltung leichtfällt, läuft man richtig.

Laufen für Einsteiger: Das ultimative Training
  • Peter M. Gottwald, Lars Kreiselmeier
  • Herausgeber: BLV Buchverlag
  • Auflage Nr. 2 (01.01.2015)
  • Taschenbuch: 144 Seiten

Fehler Nr. 3 – Immer im gleichen Trott laufen

Leicht fortgeschrittene Läufer ertappt man oft dabei, dass sie immer wieder die gleiche Runde im gleichen Tempo laufen. Nach den Anstrengen der ersten Wochen, als das Laufen eine reine „Qual“ war, neigen viele dazu, die Runde die jetzt halbwegs leicht fällt immer wieder zu absolvieren. Dies führt aber unweigerlich dazu, dass das Lauftraining mit jeder Einheit an Effektivität verliert. Zwangsläufig sieht man irgendwann mal keine Fortschritte mehr und hört mit dem Training auf.

==> Es ist für den eigenen Erfolg entscheidend, das Training zu variieren. Dabei sollte man die Laufeinheiten in der Länge, Tempo, Untergrund, Uhrzeit, Wochentag usw. variieren.

Das große Laufbuch: Vom richtigen Einstieg bis zum Marathon
  • Herbert Steffny
  • Herausgeber: Südwest Verlag
  • Auflage Nr. 6 (21.06.2011)
  • Broschiert: 408 Seiten

Fehler Nr. 4 – Zu oft Laufen

Des Weiteren erwischt man begeisterte Laufanfänger, die bereits erste Erfolge gefeiert haben dabei, dass sie viel zu schnell die Trainingshäufigkeit erhöhen. Viele gehen dem Grundsatz nach, viel hilft viel. Wenn ich mit 3x30Minuten pro Woche solche Erfolge erziele, was erreiche ich erst, wenn ich 5x60Minuten Laufen gehe. Anders als die Muskulatur, brauchen die Sehen und Gelenke aber deutlich länger um sich auf eine neue Belastung einzustellen. Deshalb erleiden leider viele übermotivierte Laufanfänger nach einigen Monaten verletzungsfreien Trainings zum Teil schwere Verletzungen, die oft zum Ende der Laufkarriere führen.

==> Steigert von Mal zu Mal nur eine einzige Sache (Lauftempo, Laufdauer, Trainingshäufigkeit) und nur in kleinsten Schritten. So darf z. B. die Gesamtlaufstrecke von Woche zu Woche nur um maximal 10% erhöht werden.

Regenerationsstrategien - Neue Reserven durch systematische Erholung und Monitoring
  • Thorsten Ribbecke
  • Herausgeber: Richard Pflaum Verlag GmbH & Co. KG
  • Auflage Nr. 1 (21.05.2018)
  • Taschenbuch: 252 Seiten

Fehler Nr. 5 – Bei kühlen Temperaturen sich viel zu warm anziehen!

Der Klassiker: Was unterscheidet den (Gelegenheits)Jogger vom Läufer? Antwort: Der Jogger zieht sich beim Laufen aus.

Viele Laufanfänger unterschätze die Wärmeentwicklung beim Laufen und ziehen sich daher genauso wie zum Spaziergang an. Dies führt aber dazu, dass sie nach dem Loslaufen überhitzen. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit noch mal deutlich reduziert.

==> Als Faustregel gilt: zum Laufen sich so anziehen, als ob es Draußen 10 Grad wärmer wäre, d. h. bei +12 Grad geht man von +22 Grad aus usw.

Wer diese Fehler vermeidet, dem ist ein ungetrübtes Laufvergnügen garantiert!

 

Letzte Aktualisierung am 16.12.2018 um 13:59 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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